Glossar zu den Wohnungsmarktdaten

WohnInvestmentProspect (WIP)

Flächendeckende Analysen für Investitionen in Wohnimmobilien in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands; ein Produkt von GEWOS.

Investitionschancen

Die Investitionschancen werden anhand der Faktoren

  • Verhältnis zwischen Wohnungsangebot und -nachfrage bis 2030
  • Entwicklung der Wirtschaftsleistung in den letzten Jahren
  • Veränderung der Erschwinglichkeit von Miet- und Eigentumswohnungen

in den letzten Jahren berechnet. Pro Einzelfaktor können maximal 4 Punkte, also insgesamt 12 Punkte erreicht werden.

Wohnungsmarktbilanz 2030

Für die regionalisierten Wohnungsmarktprognosen wird die Wohnungsnachfrage (Haushalte) bis 2030 dem bis ins Jahr 2030 fortgeschriebenen Wohnungsbestand, ohne Berücksichtigung der Neubautätigkeit, gegenübergestellt. Das Wohnungsangebot umfasst keine Ferienwohnungen oder heimähnlichen Unterkünfte. Es wird eine jährliche Abgangsquote von 0,2% (Abrisse und Zusammenlegungen von Wohnungen) sowie eine Fluktuationsreserve von 2,0% angenommen. Im Ergebnis werden Neubaubedarfe oder Wohnungsüberhänge dargestellt.

Wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung

Dieser Faktor wird anhand der Arbeitslosenquote 2018, der Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 2014 bis 2018 und der Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) je Einwohner in den Jahren 2010 bis 2016 bewertet. Die drei Faktoren fließen zu gleichen Teilen in die Bewertung der wirtschaftlichen Situation ein.

Immobilienpreise und Wirtschaftlichkeit

Immobilienpreise und Wirtschaftlichkeit sind Rahmenbedingungen, die großen Einfluss auf die Investitionsentscheidung haben. Um dieses Segment abzubilden, hat GEWOS den GEWOS Kaufkraft-Immobilienpreisindex für Eigentumswohnungen KPI, die Erschwinglichkeit von Angebotsmieten sowie den aktuellen Vervielfältiger herangezogen. Die drei Faktoren fließen zu gleichen Teilen in die Bewertung der Immobilienpreise und Wirtschaftlichkeit ein.

GEWOS-KPI

Der GEWOS-KPI stellt die Relation aus der durchschnittlich verfügbaren Kaufkraft je Haushalt und dem durchschnittlichen Preis für eine Eigentumswohnung (ETW) dar.

Erschwinglichkeit Angebotsmieten

Die Erschwinglichkeit der Angebotsmieten gibt die Relation aus dem durchschnittlichen Angebotsmietniveau je kreisfreier Stadt bzw. Landkreis und dem verfügbaren Einkommen der Haushalte je Einwohner an. Das verfügbare Einkommen ist das Einkommen, das den Privathaushalten für Konsumzwecke und Sparen zur Verfügung steht. Eine Erschwinglichkeit von z.B. 33,0% bedeutet, dass 33,0% des verfügbaren Einkommens für die (Angebots-)Miete aufgewendet werden müssen.

Vervielfältiger

Der Wert gibt an, wie viele Jahre es dauert, bis die Anschaffungskosten für eine Immobilie über die Mieteinnahmen wieder kompensiert werden. Ein Vervielfältiger von z.B. 20,0 bedeutet, dass 20 Jahre benötigt werden, um den Immobilienkaufpreis über die Mieteinnahmen zu refinanzieren. Der Vervielfältiger wurde für das zweite Quartal 2019 berechnet.

Bruttoanfangsrendite
Die Bruttoanfangsrendite ist der jährliche Gewinn, der mit einer Immobilie erwirtschaftet werden kann. Die angegebenen Werte beziehen sich auf Mietwohnungen. Datenstand ist das zweite Quartal 2019.

Quelle: GEWOS